Digitale Archivierung: Über 70 Fachleute zu Gast in Freudenstadt

Das Bild zeigt den Veranstaltungssaal aus der hinteren Perspektive. Die Teilnehmer sitzen mit dem Rücken zur Kamera und blicken nach vorne, wo Landrat Andreas Junt seine Rede hält. Über ihm ist eine Präsentationsfolie zu sehen.
Landrat Andreas Junt bei seiner Begrüßungsrede zum 22. landesweiten kommunalen DIMAG-Anwendertreff im Campus Schwarzwald in Freudenstadt.

Wie können digitale Unterlagen so aufbewahrt werden, dass sie auch in Jahrzehnten noch lesbar und nutzbar sind? Mit dieser Herausforderung beschäftigen sich Archive im ganzen Land. Am 13. Oktober 2026 richtete das Kreisarchiv Freudenstadt im Campus Schwarzwald in Freudenstadt den 22. landesweiten kommunalen DIMAG-Anwendertreff aus. Mehr als 70 Fachleute aus Stadt-, Kreis-, Universitäts- und Kirchenarchiven, dem Landesarchiv Baden-Württemberg sowie von Komm.ONE tauschten sich über aktuelle Entwicklungen und praktische Lösungen der digitalen Langzeitarchivierung aus.

Landrat Andreas Junt begrüßte die Gäste und betonte die Bedeutung der Digitalisierung für eine moderne Verwaltung. Zugleich verwies er auf neue Herausforderungen durch Entwicklungen wie die Künstliche Intelligenz. Umso wichtiger sei es, digitale Informationen nicht nur zu erzeugen und zu nutzen, sondern auch dauerhaft zu sichern. Archive leisteten hierzu einen wichtigen Beitrag – sowohl zur Rechtssicherung als auch zum Erhalt des kulturellen Erbes für künftige Generationen.

Auch Kreisarchivar Dr. Louis-David Finkeldei hieß die Teilnehmenden willkommen und stimmte auf den Tag ein. Organisiert wurde die Veranstaltung von Lukas Friedel und Margarete Nübel vom Kreisarchiv Freudenstadt. Die fachliche Leitung übernahmen Meike Zahner vom Kreisarchiv Esslingen und Dr. Sonja Hillerich vom Stadtarchiv Pforzheim.

Im Mittelpunkt stand DIMAG, das Digitale Magazin. Die Software ermöglicht es Archiven, digitale Unterlagen langfristig zu sichern und nutzbar zu halten. Dies ist besonders wichtig, da sich Dateiformate und technische Systeme im Laufe der Zeit verändern und Informationen dadurch verloren gehen können.

Auf dem Programm standen Berichte zum aktuellen technischen Stand, zur digitalen Bestandserhaltung sowie zu neuen Bewertungsmodellen und Schnittstellen. Darüber hinaus boten zwei Workshops am Nachmittag Gelegenheit, praktische Fragen zu vertiefen. Während sich ein Workshop an Neueinsteiger richtete, beschäftigte sich der zweite mit der Übernahme komplexer Ordnerstrukturen in das digitale Archivsystem.

Der Anwendertreff verdeutlichte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Landesarchiv, kommunalen und weiteren Archiven sowie Komm.ONE. Durch den regelmäßigen Austausch werden gemeinsame Lösungen entwickelt, um digitale Unterlagen dauerhaft zu sichern und die digitale Archivierung in Baden-Württemberg weiter voranzubringen.

Archive bewahren damit nicht nur die Vergangenheit, sondern sorgen auch dafür, dass die Informationen von heute Morgen noch verfügbar sind.