Arbeitskreis Museen und Sammlungen tagte auf dem Schömberg

Gruppenbild der Teilnehmenden des Arbeitskreises
Gruppenbild der Teilnehmer am Arbeitskreis Museen und Sammlungen in Loßburg-Schömberg. (Bildquelle: Karl Pfau, Schömberg)

Zum Arbeitskreis Museen und Sammlungen im Landkreis Freudenstadt trafen sich kürzlich die Leiterinnen und Leiter der Museen im Landkreis auf dem Schömberg (Gemeinde Loßburg). Die Veranstaltung wurde von Kreisarchivar Dr. Louis-David Finkeldei geleitet und von den Mitarbeiterinnen des Kreisarchivs, Margarete Nübel und Ruth Dörschel, organisiert. Gastgeber war Ortsvorsteher Karl Pfau, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Schömberg begrüßte.

Vor der Sitzung führte Pfau gemeinsam mit seinem Team durch das neugestaltete Heimatmuseum mit Heimatstube. Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Konzeption und der ansprechenden technischen Umsetzung. Das Museum setzt mit zahlreichen Exponaten Schlaglichter auf die Geschichte Schömbergs und wurde im Zusammenhang mit der 800-Jahr-Feier des Ortes neugestaltet. Zugleich ist ein einladender Begegnungsort entstanden, der Geschichte erlebbar macht und zum Verweilen einlädt. Das Museum zeigt eindrucksvoll, was durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher auch in kleineren Ortschaften geschaffen werden kann, und kann damit beispielhaft für zahlreiche Museen im Landkreis stehen.

Im Mittelpunkt der anschließenden Sitzung stand das Thema „Ehrenamt und Nachwuchsgewinnung“. Gerade die überwiegend ehrenamtlich geführten Museen im Landkreis stehen vor der Herausforderung, neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen und langfristig für die Museumsarbeit zu begeistern.

Nach einem einführenden Impuls von Dr. Louis-David Finkeldei entwickelte sich unter seiner Moderation eine lebhafte Austauschrunde. Diskutiert wurde unter anderem, wie Museen als Orte des Mitmachens und der Begegnung attraktiver werden können, wie neue Ehrenamtliche gewonnen werden und welche Voraussetzungen notwendig sind, um sie dauerhaft einzubinden.

Dabei wurden zahlreiche Anregungen ausgetauscht. Vorgestellt wurden beispielsweise Aktionstage, Helferfeste oder regelmäßige Begegnungsangebote wie ein „Kaffee im Museum“. In der Diskussion wurde deutlich, dass Museen heute weit mehr sein können als Orte der Geschichtsvermittlung. Sie sind zugleich sogenannte „Dritte Orte“, an denen Menschen Gemeinschaft erleben, sich mit ihren Fähigkeiten einbringen und sich persönlich verwirklichen können. Einigkeit bestand darüber, dass Museen nur dann lebendig bleiben, wenn sie von engagierten Menschen mit Ideen und Leben gefüllt werden.

Ebenso wurde die große Bedeutung der Unterstützung durch Städte und Gemeinden hervorgehoben. Viele ehrenamtlich geführte Museen sind auf eine enge und verlässliche Zusammenarbeit mit ihren Kommunen angewiesen. Das Treffen bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zahlreiche Impulse und praktische Anregungen, die sie in ihre zukünftige Museumsarbeit mitnehmen konnten.