Ausstellungseröffnung "Licht und Sternenstaub - Astrofotografie zwischen Kosmos und Lichtverschmutzung"
Bei der Eröffnung der Ausstellung „Licht und Sternenstaub“ am vergangenen Donnerstag durfte sich Landrat Andreas Junt über ein volles Haus freuen. Zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher füllten das Foyer des Landratsamtes bis auf den letzten Sitzplatz, um die faszinierenden Bilder des Astrofotografen Frank Göttler in Augenschein zu nehmen.
Der Landrat zeigte sich beeindruckt von den fotografisch festgehaltenen Emissionsnebeln und fernen Galaxien. Gleichzeitig griff er den nachdenklich stimmenden Untertitel der Ausstellung „Astrofotografie zwischen Kosmos und Sternenstaub“ auf. Wann und wo, stellte er die Frage, sei absolute Dunkelheit bei all der selbstverständlichen Nachtbeleuchtung durch Städte und Straßenverkehr noch wirklich erlebbar. Die hiesige Region, der Landkreis Freudenstadt mit seinen Höhenlagen, seinen dichten Wäldern und klaren Nächten, böte noch die Chance, den Sternenhimmel zu erleben und plötzlich zu merken, wie groß und gleichzeitig still das Universum über einem sei, so Andreas Junt. Er dankte Frank Göttler dafür, dass dieser mit seinen Bildern zeige, dass der Himmel nicht nur Hintergrund ist, sondern ein Erlebnisraum, den es ebenfalls zu schützen gilt durch den verantwortungsvollen Umgang mit Licht. Sein Dank galt auch dem Leiter der Kreisvolkshochschule, Sascha Falk, der die Ausstellungsvorbereitungen organisatorisch begleitete.
Anschließend führte der Fotograf selbst sachkundig in die Ausstellung ein und stellte fest, dass kein Raumschiff vonnöten sei, um den Weltraum erlebbar zu machen. Denn der Mensch befinde sich ja auf einem Planeten, der um einen Stern kreist, und damit folglich mitten im Kosmos. Auch Frank Göttler ging auf das Thema Lichtverschmutzung ein. Seine faszinierenden und farbintensiven Aufnahmen sollen dazu einladen, die Schönheit und Weite des Kosmos zu entdecken und zugleich daran erinnern, wie wertvoll natürliche Dunkelheit geworden ist.
Von Hause aus ist der leidenschaftliche Astrofotograf Diplom-Pharmazeut, Apotheker und Lehrer an der Beruflichen Schule Horb. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich intensiv mit „Deep-Sky-Astrofotografie“. Dabei verbindet er naturwissenschaftliche Neugier, moderne Aufnahmetechnik und aufwendige digitale Bildbearbeitung. Es handelt sich aber keinesfalls um KI-generierte oder unterstützte Bilder, sondern um echte Fotografien, die oft über viele Stunden entstehen. Die Ausstellung mit über zwanzig Arbeiten wird ergänzt durch zwei aufschlussreiche Erklärtafeln, die das zunehmende Satellitenaufkommen im Weltraum sowie die Lichtverschmutzung thematisieren. Die musikalische Umrahmung durch die Band „No Constant Sorrow“ rundete die gelungene Vernissage stimmungsvoll ab.
Die sehenswerte Ausstellung „Licht und Sternenstaub - Astrofotografie zwischen Kosmos und Lichtverschmutzung“ ist zu noch bis zum 11. Dezember 2026 zu den üblichen Öffnungszeiten im Landratsamt Freudenstadt, Herrenfelder Straße 14, zu sehen.