Holzernte für das neue Feuerwehrhaus in Alpirsbach
Nachdem im zeitigen Frühjahr die Weißtannen für den Neubau des Feuerwehrhauses sorgsam ausgewählt wurden, ist nun die Holzernte im Stadtwald Alpirsbach angelaufen. Unter der Leitung von Revierleiter Jan Meirle wurden die Bäume durch ein Forstunternehmen fachgerecht und sorgfältig aufgearbeitet. Dabei war besonderes Können gefragt.
Die Bäume mussten mit der Motorsäge kontrolliert zu Boden gebracht werden, damit der verbleibende Waldbestand nicht beschädigt wird. Hier war höchste Sorgfalt geboten, denn so eine ausgewählte Tanne wiegt gut und gerne über drei Tonnen.
Um die gefällten Stämme aus dem Waldbestand an den Waldweg zu transportieren, werden spezielle Forstmaschinen eingesetzt. In Alpirsbach kam ein HSM-Forstspezialschlepper zum Einsatz. Mit Seilwinde und Kran kann dieser die schweren Stämme auch in unebenem Gelände schonend aus dem Bestand ziehen, ohne größere Schäden am Waldboden zu verursachen. Kronenteile, Äste und Wurzelbereiche verbleiben dabei bewusst im Wald. Diese Baumreste zersetzen sich und sind somit Nährstofflieferanten für die künftige Baumgeneration. Zudem bietet dieses sogenannte Totholz zahlreichen holzbewohnenden Käferarten und anderen Waldbewohnern einen wichtigen Lebensraum und trägt zur ökologischen Vielfalt im Stadtwald bei.
Am Waldweg, über den ein Lastwagen später das Holz abfahren wird, wurden die starken Weißtannenstämme in verschiedene Sortimente eingeteilt und vermessen. Dabei war die fachkundige Aufteilung eines Stammes in verschiedene Abschnitte für die weitere Verwendung sehr wichtig, um anschließend unterschiedliche Produkte herstellen zu können. So wird meist aus dem unteren Stammabschnitt Konstruktionsholz, wie Balken und Bretter oder bei sehr hoher Qualität auch manchmal Furnierholz hergestellt. Der weitere Stammteil, welcher in der Regel größere Äste besitzt, kann für die Herstellung von Span- und Faserplatten oder für die Herstellung von Paletten verwendet werden. Je nach Güte eines Baumes fallen auch Produkte für die thermische Verwendung, wie zum Beispiel Brennholz oder Hackschnitzel an.
Nur wenn das Holz korrekt sortiert wurde und den Kriterien der Sägewerke entspricht, können maximale Erlöse durch den Holzverkauf erzielt werden.
Die Aufnahme und Überwachung der Holzmengen erfolgte durch Revierleiter Jan Meirle. Während Holz nach der Ernte üblicherweise verkauft wird, verbleibt es in diesem Fall im Eigentum der Stadt Alpirsbach und wird regional weiterverarbeitet. So entsteht aus diesen stadteigenen Bäumen ein wichtiger Bestandteil des neuen Feuerwehrhauses – nachhaltig, regional und klimafreundlich.