Ein Schatz aus der Geschichte des Bäckerhandwerks

Kreisarchiv erhält historische Unterlagen und einen silbernen Zunftbecher von 1770

Tobias Plaz, Kreisarchivar Finkeldei und Roland Plaz mit dem silbernen Zunftbecher
Tobias Plaz (links) und Roland Plaz (rechts) übergaben die Sammlung der Bäcker-Innung an Kreisarchivar Dr. Louis-David Finkeldei (Mitte) (Bildrechte: Landratsamt Freudenstadt)

Einen besonderen Bestand zur Geschichte des Bäckerhandwerks im Landkreis Freudenstadt hat Roland Plaz, ehemaliger Vorsitzende der aufgelösten Bäcker-Innung des Landkreises und Bäckermeister aus Eutingen, dem Kreisarchiv übergeben. Die Unterlagen reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück und gehen insbesondere auf die Innungen und Zünfte des ehemaligen Oberamts Horb zurück.

Die Sammlung gibt einen Einblick in die Geschichte des Bäckerhandwerks in der Region. Die Unterlagen zeigen unter anderem, welche Bäckereien es früher gab und wie die Bäcker und ihr Handwerk organisiert waren. Damit dokumentieren sie nicht nur die Entwicklung eines einzelnen Handwerkszweigs, sondern geben zugleich Einblicke in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Region.

Zu den besonderen Stücken gehört auch ein silberner Zunftbecher aus dem Jahr 1770, der noch in seinem originalen Lederetui erhalten ist. Der Becher verdeutlicht, welchen Stellenwert die gemeinsame Organisation für die Bäcker und ihre Zünfte besaß. Er steht für den Zusammenhalt der Handwerker und die Bedeutung ihrer gemeinschaftlichen Organisation.

Ebenfalls Teil der Überlieferung ist ein historisches Nasenschild des Bäckereivereins. Zusammen mit den schriftlichen Unterlagen und dem Zunftbecher vermittelt es einen anschaulichen Eindruck von der langen Tradition des Bäckerhandwerks in der Region. Der Zunftbecher soll künftig nicht nur im Kreisarchiv verwahrt werden: Er wird bald im Museum im Stadthaus Freudenstadt zu sehen sein.

Mit der Übergabe durch Roland Plaz bleibt ein bedeutender Teil der Geschichte des Bäckerhandwerks im Landkreis dauerhaft erhalten. Die Unterlagen stellen künftig eine wertvolle Grundlage für die historische Forschung und machen zugleich die Entwicklung des Handwerks und seiner Organisationen in der Region nachvollziehbar.