Waldbrandgefahr etwas entspannt
Landratsamt hebt die Sperrung aller Feuer- und Grillstellen im Wald auf
Die letzten Regenfälle und die Wetterlage in der kommenden Woche haben das Waldbrandrisiko in den Wäldern des Landkreises entschärft. Aus diesem Grund wird die Allgemeinverfügung des Landratsamtes vom 8. Juli 2026 aufgehoben.
„Die Temperaturen sind lang nicht mehr so hoch und die Wettervorhersagen zeigen weitere Niederschläge für die kommenden Tage“, erklärt Susanne Kaulfuß, Leiterin des Kreisforstamtes. Die Waldbrandsituation ist in weiten Teilen des Landkreises durch z.T. heftige Niederschläge deutlich entspannt. Es gibt aber auch Regionen, die weniger Niederschlag abbekommen haben und wo die Waldbrandgefahr nach wie vor gegeben ist. „Hier setzen wir auf die Vernunft und den rücksichtsvollen Umgang mit Feuer. Im Zweifelsfall lieber auf ein Feuer verzichten.“ so Kaulfuß. Sollte sich die Wetterlage ändern und die Gefahr wieder steigen, werden die Feuer- und Grillstellen wieder gesperrt.
Das Kreisforstamt weist daher nach wie vor auf folgende Punkte hin:
- Das gesetzliche Rauchverbot im Wald gilt vom 1. März bis 31. Oktober.
- Außerhalb von vorhandenen Grillstellen ist die Nutzung mitgebrachter Grills oder offene Feuer im Wald oder in einem Abstand von weniger als 100 m zum Wald verboten.
- An den ausgewiesenen Grillstellen gilt nach wie vor besondere Vorsicht. Kein Feuer unbeaufsichtigt lassen. Kein hochloderndes, großes Feuer. Feuer muss vor Verlassen der Feuerstelle vollständig gelöscht sein.
- Das Verbrennen von Reisig und Ästen im Rahmen der Borkenkäferbekämpfung darf nur bei nasser Witterung durchgeführt werden und ist bei der zuständigen Gemeinde (Ortspolizeibehörde) rechtzeitig vorher anzumelden.
Darüber hinaus wird dazu aufgerufen, den Wald mit besonderer Umsicht zu betreten und entdeckte Feuer umgehend per Notruf der Rettungsleitstelle unter der Nummer 112 zu melden.
Ebenso sollte, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, mit Löschversuchen begonnen werden. Hierbei helfen schon einfache Mittel wie z. B. Sand oder Erde zum Auswerfen oder grüne Zweige zum Ausstreichen des Feuers.
Für die Brandmeldung sind folgende Informationen wichtig:
- Wo brennt es? - genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen)
- Was brennt und Brandausmaß? - Bodenvegetation oder Baumkronen, wie groß ist die brennende Fläche?
- Wer oder was ist betroffen? - Sind Menschen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
- Wer ruft an? – Angabe von Namen und Rückrufnummer, Aufenthaltsort.
- Warten auf Rückfragen. – Telefonische Erreichbarkeit sicherstellen und wenn möglich auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geleitet werden können.